Die Liebe zum Auto

Wir alle hatten irgendwann einmal ein Auto, dass uns sehr am Herzen gelegen ist. Meist war es das erste, manchmal ein ganz Besonderes, dass wir uns doch mal nach Jahren geleistet haben. Viele geben ihrem Auto Namen, manchmal schreiben wir ihnen sogar eine Persönlichkeit zu. Und wenn es mal nicht so will wie wir, nörgeln wir schon mal an ihm herum wie an einem ungezogenen Kind. Umso schwerer ist es, es irgendwann das Auto verkaufen zu müssen.

Ja wir lieben unsere Fahrzeuge. Wer keins hat, versteht diese Mentalität einfach nicht. Denn nichts geht über das eine besondere Auto, an dem wir so hängen. Da wollen wir dann auch nur das Beste für den fahrbaren Untersatz. Von der besten Autowäsche zu den tollsten Sitzbezügen. Kuscheltiere auf den Rücksitz, Lufterfrischer an den Spiegel. Kleber auf die Heckscheibe.

Allerdings teilen sich die Meinungen stark, was man denn so mit dem Auto machen darf. Die einen kleben Blümchen oder Flammen drauf, die anderen raufen sich die Haare wenn sie so etwas sehen. Und wer bitte hängt sich noch Würfel an den Spiegel? Die anderen bestehen darauf, dass dies nun mal Kult sei. Da kommt es in der Waschstraße schon manchmal zu Diskussionen. Da darf man manchmal ganze Kleinkriege über Heckbeschriftungen beobachten.

Am Ende sind wir aber alle gleich. Wir lieben unser Auto und dekorieren es nach unserem Geschmack. Das ist ja das tolle auf der Straße. Man sieht immer wieder etwas Neues. Ob es ein lustiger Sticker ist oder ein modifizierter Heckspoiler, da gibt es immer was zu schauen. Im Stau ist so etwas immer sehr willkommen. Das Auto des Vordermannes wird dann plötzlich sehr interessant. Zumindest solange bis es weitergeht.

Und was wäre das für eine langweilige Autofahrt, wenn alle die selbe Meinung und das selbe Auto und Dekorationen hätten. Es ist schon sehr gut, dass wir doch alle so verschieden sind. Genau wie unsere Autos.

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